Im ganz normalen, alltäglichen Leben begegnen uns viele Menschen, Dinge und Anderes. Wir machen Erfahrungen, scheitern, freuen uns und gehen den mühsamen Beschäftigungen nach oder legen auch einfach mal die Füße hoch. Egal ob Job, Rente, Schule oder im Sabbath Jahr irgendwo in Marokko. Ich möchte dir dazu eine Frage stellen. Wo taucht da Gott in deinem Leben für dich auf?
Ist es für dich eine rein kirchliche Sache, wenn du im Gottesdienst oder Hauskreis bist? Oder wenn du aktiv betest, vielleicht vor dem Essen, dem Schlafengehen oder einfach auf dem Klo? Möglicherweise sieht das auch komplett anders aus bei dir. Wenn du arbeitest, die Kinder ins Bett bringst, die Wäsche zusammenlegst oder E-Mails beantwortest, findet dort dein Glaube auch statt? Kannst du so Gott begegnen?
Ich glaube, vielen von uns, meiner selbst eingeschlossen, ist häufig nicht klar genug, das geistliches Leben nicht nur in der Kirche, nicht nur im Gebet/Lobpreis, nicht nur beim aktiven Reden über den Glauben stattfindet.
Wir haben einen allmächtigen Gott, der diese Welt und alles darin geschaffen hat. Also auch uns. Wie wir sind, wie wir ticken, was wir mögen und auch Dinge, die wir nicht mögen, aber trotzdem tun müssen. Dieser Gott hat die Welt und uns so geschaffen, dass Begegnung mit ihm in allem, in den großen wie auch den kleinen Aspekten des Lebens, erlebbar ist.
Wir, die von ihm berufen, gesegnet und in die Welt zu den Menschen gesandt sind, wir können in allem nicht unethischen und unmoralischen tun Gott die Ehre geben. Das können wir, indem wir es für auch für ihn machen. Dabei ist die eigentliche Frage nicht, wie kann ich meinen Glauben mehr in meinen Alltag integrieren, sondern wo steckt Gott schon längst in meinem Alltag drin? Wo wirkt er, wie wirkt er, wo kann ich als Christ oder Christin ein Hoffnungsfunke für andere sein.
Ein Mensch der z.B. in einem Telefon-Center arbeitet kann Gottes Reich sichtbar machen in dieser Welt einfach durch die Art, wie dieser Mensch mit den anderen umgeht. In Nächstenliebe. Ein Mensch, sagen wir z.B. du (!), kann ein Licht sein in dieser Welt, indem bei jeder E-Mail beim Klicken auf „Senden“ nicht nur die Nachricht, sondern auch ein innerlich formulierter oder ausgesprochener Segen losgeschickt wird.
Ich wünsche euch eine gesegnete Zeit, ein wundervolles Wochenende und hoffentlich bis gang bald,
Jonas Senner