Apostel Harburg

Ein geistlicher Impuls von Jonas Senner

Es ist Freitag. Der Großteil der Woche liegt hinter einem und bei den Allermeisten ist jetzt Zeit den Blick nach vorne zu richten auf das vielleicht endlich ersehnte Wochenende. Also setze dich irgendwo gemütlich hin und nimm dir ein leckeres Getränk, denn es ist Zeit für eine kleine Andacht. Wenn du willst, ein Moment für dich und Gott.

Du sitzt bequem? Gut! Wir schauen jetzt bewusst nicht in auf das anstehende Wochenende, auf das Schöne was kommt, sondern werfen den Blick zurück. Zurück in deine vergangene Woche, den letzten Monat, das schon fast wieder vergessene Jahr. Vielleicht hast du viele schöne Dinge erlebt, Sonnenstrahlen genossen und Menschen getroffen, die du gerne hast. Möglicherweise hast du aber auch schlechte Dinge erlebt, dir z.B. direkt einen Sonnenbrand eingefangen oder einen heftigen Streit gehabt. Wenn du zurück denkst an das unterschiedlich Erlebte, kommt Gott dann im Rückblick vor? War er spürbar da für dich? Hast du dich allein gelassen oder erfüllt gefühlt?

Rut. Nicht Rute, nicht Beirut, nicht Ruth, einfach Rut. Das ist der Name von einem von zwei Büchern in der Bibel die nach einer Frau benannt sind. Es gibt einige Gründe dafür, warum es dort ist. Einer für uns wichtigsten Gründe ist, dass in diesem Buch sichtbar ist, dass Gott leitet und wirkt, selbst wenn man es selbst so nicht wahrnimmt oder überhaupt bemerkt. Gott holt Rut und ihre Schwiegermutter Noomi aus einer furchtbaren Situation heraus und führt sie hin zu neuem Glück. Der Prophet Jesaja, welcher einige Zeit nach Rut gelebt hat, hat unteranderem dieses von Gott gesagte aufgeschrieben (Jesaja 55,8-9):

„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr. Sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken.“

Was Gott tut, verstehen wir nicht immer. Und von dem warum ist in manchen Situationen gar nicht erst anzufangen. Was zählt ist: Er handelt, er wirkt für uns, für dich. Und das eben häufig aus dem Verborgenen, sodass wir es heute nicht erkennen. 

Wo hat Gott in deiner Vergangenheit gewirkt? Was hast du vielleicht nur als Glück abgespeichert oder als selbstverständlich hingenommen?

Gott handelt. Was können wir dann tun? Wir können vertrauen auf ihn, wie es auch Noomi tat. Wir können im Glauben Dinge selbst in die Hand nehmen, so wie Rut.

Und jetzt kommt der Blick wieder nach vorne.

Dazu möchte ich zum Abschluss  noch Worte des Apostel Paulus mit auf den Weg geben an die Gemeinde in Rom: (Römer 8,28) „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“

Damit, bleibt sitzen, sagt kurz unserem HERRN danke und bittet ihn um das, was ihr braucht.

Herzliche Grüße und ein paar wundervoll sonnige Wochen wünscht,
Jonas Senner